KARTEN ZUR DATENANALYSE

Ein wichtiges Ziel von Jodmangel-Präventionsprogrammen  ist es, die Prävalenz und Inzidenz von Schilddrüsenerkrankungen zu reduzieren und damit die Belastung für das öffentliche  Gesundheitssystem zu verringern. EUthyroid geht diese Herausforderung an, indem es nationale und regionale IDD-Monitoring-Studien standardisiert und die Daten harmonisiert.

Nationale und regionale Daten aus einzelnen Studien wurden gesammelt und analysiert, um eine gültige Karte des Jodstatus in Europa zu erstellen und einen Überblick über die regionalen Prävalenzmuster von Schilddrüsen-assoziierten Biomarker und von Schilddrüsendysfunktionen zu erstellen.

 

Jodstatus in Europa

 

Europäische Karte des harmonisierten Jodstatus

IodineMap
Iodine (µg/l)
      x <  50
 50 ≤ x <  75
 75 ≤ x < 100
100 ≤ x < 125
125 ≤ x < 150
150 ≤ x < 200
200 ≤ x

Source of Administrative boundaries: European Boundary Map (EBM) v9.1, EuroGeographics (2015), The Global Administrative Unit Layers (GAUL) dataset, implemented by FAO within the CountrySTAT and Agricultural Market Information System (AMIS) projects. The data sets are slightly modified by UMG/SHIP (reduced number of points per polygon).

Der Jodstatus von Regionen wird anhand der mittleren Jodkonzentration im Urin (UIC) bestimmt, die in repräsentativen Stichproben der Bevölkerung bzw. einer bestimmten Zielgruppe ermittelt wurde. Daten von 53 Überwachungsstudien wurden auf EUthyroid DEX hochgeladen. In insgesamt 51 Studien wurde UIC gemessen davon in 23 Kinderstudien, in 14 Erwachsenenstudien und in 14 Studien bei schwangeren Frauen. Das EUthyroid Central Labratory in Helsinki (THL) erhielt Urinproben von 23 Studien und für 39 Studien konnte der UIC Wert unter Verwendung der bei der UMG ermittelten Umrechnungsformeln harmonisiert werden. Der Jodstatus wird basierend auf der tatsächlichen Untersuchungsregion dargestellt. Wenn mehr als eine Studie in einer Studienregion durchgeführt wurde, wurde die folgende Priorisierung verwendet: IDD-Monitoring-Studien bei Kindern wurden gegenüber Erwachsenen bevorzugt, die vor Studien bei schwangeren Frauen bevorzugt wurden. In Studienregionen / Ländern mit mehreren IDD-Monitoring-Studien der gleichen Subpopulation wurde die aktuellere Studie bevorzugt. Für eine detaillierte Beschreibung der Labormethoden und statistischen Analyse, gehen Sie bitte zu:

Labormethodik und statistische Aufbereitung für Laborvergleichsanalysen

 

Detaillierte Karten zum Jodstatus von Subpopulationen nach Ländern

 

 

Regionale Prävalenzmuster von Schilddrüsen-assoziierten Biomarkern und Schilddrüsendysfunktion

 

Um einen Überblick über die regionalen Prävalenzmuster von Schilddrüsen-assoziierten Biomarkern und Schilddrüsendysfunktion zu erstellen, wurden regionale und nationale Monitoring-Daten sowie Registerdaten standardisiert. Harmonisierte TSH Werte außerhalb des Referenzbereichs wurden unter Verwendung der Referenzgrenzen von 0,4 mU / L und 4,0 mU / L definiert. Die Prävalenz von niedrigem TSH lag zwischen 0,0% und 6,8%, während die Prävalenz von hohem TSH zwischen 0,5% und 6,7% lag. Das vergrößerte Schilddrüsenvolumen wurde mit den Cut-Offs von > 18 ml bei Frauen und> 25 ml bei Männern definiert (Gutekunst et al., 1993). Für Kinder wurden die von der WHO empfohlenen Cut-Offs, beschrieben in Zimmermann et al. (2004), verwendet. Prävalenz der vergrößerten Schilddrüsenvolumina reichte von 8,0% bis 23,2%. Erhöhte TPO-Antikörper und erhöhte Tg-Antikörper wurden anhand der Cut-Offs des jeweiligen Herstellers definiert. Prävalenz für erhöhte TPO-Antikörper und Tg-Antikörper reichte von 6,0% bis 19,2% bzw. von 3,7% bis 19,9%. Darüber hinaus war es möglich, die Prävalenz von Schilddrüsenüber- und -unterfunktion sowie die Prävalenz von Struma aus den von 13 Ländern bereitgestellten Registerdaten zu ermitteln.

 
Prävalenzmuster
 

Schildrüsen-assoziierte Biomarker basierend auf epdidemiologischen Bevölkerungsstudien

 

Schilddrüsendysfunktion basierend auf Registerdaten